Philippus-Institut
für Berufsbegleitende Studien Moritzburg

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Kirche, Bildung und Politik im Austausch am EBZ Moritzburg

Moritzburg, 18. Mai 2026 – Wie evangelische Bildungsarbeit institutionsübergreifend gelingt und warum der Standort Moritzburg für Sachsen wichtig bleibt, stand im Mittelpunkt eines Austauschs am Evangelischen Bildungszentrum Moritzburg (EBZ). Auf Einladung von Christoph Seele, Beauftragter der Evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Bildung und Politik im Audimax des Campus Moritzburg zusammen.

Am Evangelischen Bildungszentrum Moritzburg arbeiten verschiedene Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen unter dem gemeinsamen Dach des Ev.-Luth. Diakonenhauses Moritzburg e. V. Dazu gehören unter anderem das Theologisch-Pädagogische Institut (TPI), das Philippusinstitut, die Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung sowie die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) mit dem Studiengang Evangelische Religions- und Gemeindepädagogik.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, welche Bedeutung Bildungsorte wie Moritzburg für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Fachkräftegewinnung und kirchlich-diakonische Bildungsarbeit haben. Deutlich wurde dabei, wie eng die Einrichtungen am Campus zusammenarbeiten – trotz unterschiedlicher Aufgaben und Zielgruppen.

Sarah Zehme, Pfarrerin und theologische Vorständin des Ev.-Luth. Diakonenhauses Moritzburg e. V., beschrieb den Campus als einen Ort der Begegnung:

„Hier begegnen sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Meinungen und Lebenswegen. Genau das macht das Evangelische Bildungszentrum Moritzburg aus. Zwischen Seminarraum, Kapelle und Bibliothek kommen Menschen miteinander ins Gespräch, lernen voneinander und erleben Gemeinschaft.“

Diakon Thomas Emmrich, Direktor der Diakonischen Akademie für Fort- und Weiterbildung, verwies darauf, dass über die Angebote der Diakademie auch Menschen ohne konfessionellen Hintergrund nach Moritzburg kommen, um berufliche Fort- und Weiterbildungen in Sozialer Arbeit und Pflege zu absolvieren. Sowohl die geistlichen und gemeinschaftlichen Angebote als auch das Leben am Campus stünden dabei allen Teilnehmenden offen. Menschen, die an der Akademie Bildungsangebote wahrnehmen, begegnen Studierenden der Evangelischen Hochschule Dresden, des Philippusinstituts und des Theologisch-Pädagogischen Instituts, die sich gezielt für eine berufliche Perspektive innerhalb der Landeskirche qualifizieren oder weiterbilden. Auch Katja Kropfgans vom Philippusinstitut betonte die besondere Verbindung von gemeinschaftlichem Lernen und persönlicher Entwicklung am Standort Moritzburg. Das berufsbegleitende Studium schaffe Raum für theologisches und diakonisches Lernen in Gemeinschaft. Johanna Fabel vom Theologisch-Pädagogischen Institut betonte die Bedeutung von Religionspädagogik, Ethik und Bildungsarbeit in Schule und Kirche. Dabei gehe es auch darum, unterschiedliche Perspektiven miteinander zu vernetzen und aktuelle gesellschaftliche und politische Themen gemeinsam zu bearbeiten. Prof. Dr. Ina Schönberger, Studiengangsleiterin Evangelische Religions- und Gemeindepädagogik am Campus Moritzburg der Evangelischen Hochschule Dresden, hob die enge Verbindung von Theorie und Praxis im Studium hervor. Es ist Aufgabe angehender Gemeindepädagog:innen, Menschen mit konfessioneller Bildung für Angebote im Blick zu haben, zugleich aber auch gemeinwesenorientiert zu arbeiten.

Prof. Dr. Jörg Scheibe, Mitglied des Sächsischen Landtags und Dritter Vizepräsident des Landtags, informierte sich vor Ort über die Verbindung von akademischer Ausbildung, Praxis und gemeinschaftlichem Lernen am Campus Moritzburg sowie über die Zukunftsperspektiven des Bildungsstandorts. Ministerialdirigent Werner Glowka, Abteilungsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Kultus, betonte die Bedeutung von Bildung für gesellschaftliche Teilhabe und gelingende Integration. Besonders Menschen mit Migrationserfahrung bräuchten gute Bildungswege und Begleitung, um langfristig Perspektiven als Fachkräfte entwickeln zu können.

Christoph Seele unterstrich die Bedeutung des Standorts für Sachsen:

„Dieser Standort ist alternativlos. Es ist ein bereichernder Beitrag, den man nicht einfach weglassen kann. Dann fehlt ein wichtiger Ort für Bildung und menschliches Miteinander.“

Beim anschließenden Rundgang erhielten die Gäste Einblicke in die verschiedenen Einrichtungen des Evangelischen Bildungszentrums Moritzburg und die enge Verbindung von Bildung, Gemeinschaft und gelebtem Miteinander am Standort.

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